Viele Klein- und Mittelbetriebe fordern nur selten die Unterstützung von außen an; hier bestehen anfangs ganz grundsätzliche Fragen, wie eine Zusammenarbeit aussehen kann. Große Firmen arbeiten oft mit großen Beratungsunternehmen zusammen und beschäftigen nur selten Freelancer bzw. Ad-hoc-Teams externer Konsulenten für allgemeine Entwicklungs- und Problemlösungsaufgaben.
Beiden Gruppen soll die nachfolgende Sammlung häufiger Fragen und Antworten dazu dienen, in das erste Gespräch bereits mit konkreten Vorstellungen einzusteigen.
FAQ zur Zusammenarbeit
Das hängt von Anzahl und Größe bereits laufender Projekte ab. Normalerweise sind zwei bis drei Wochen Vorlauf ausreichend. Erste Gespräche und Interventionen können meist schon eine Woche nach Beauftragung angesetzt werden. Wenn es sich um Notsituationen handelt oder eine wirklich kurzfristige Rekation notwendig ist, dann findet sich wahrscheinlich auch dafür ein Weg.
Wie auch bei anderen Dienstleistern (Steuerberater, Anwälte, EDV-Fachleute ...) erfolgt die Abrechnung grundsätzlich nach Zeitaufwand; je komplexer eine Aufgabe ist und je länger ihre Bearbeitung dauert, desto höher sind die Kosten. Eine Ausnahme bilden Pauschalvereinbarungen: Das sollte man aber nur andenken, wenn beide Seiten den Aufwand und Nutzen verlässlich einschätzen können.
Eine verlässliche eigene Bearbeitung von Aufträgen ist sichergestellt, wenn das Volumen nicht mehr als 10 bis 12 Manntage im Monat umfasst. Verlangt ein Projekt nach mehr Input oder einer kürzeren Bearbeitungszeit, schlage ich den Kunden die Bildung eines Teams vor.
Beides. Wenn die Aufgabe fachlich und zeitlich durch mich allein zu bewältigen ist, dann wären zusätzliche Personen hinderlich und teuer. Überschreitet das Thema aber zu viele Fachgrenzen, ist das Problem dringend, extrem heikel oder schlicht sehr groß, dann ist die Bildung eines Ad-hoc-Teams meist der zielführende Weg. Das Team kann (bzw. soll) auch aus Ihren bereits etablierten Vertrauten bestehen (Steuerberater, PR-Agentur, Lieferant, Kunde). Die klare Aufgabenverteilung und Koordination dieser Akteure wären bereits meine ersten Beiträge zur Lösung. Wenn zusätzliches Know-how notwendig ist, finde ich die entsprechenden Experten und binde sie ein.
Da kein Unternehmen dem anderen gleicht, ist in der Regel eine gewisse Einarbeitungszeit erforderlich. Wenn es EINE konkrete Frage gibt und das erste Telefonat bestätigt, dass diese Frage in meine Kernkompezenz fällt, dann können auch in ein paar Stunden konkrete Resultate entstehen, die Ihnen einen Nutzen bringen. Häufiger ist es aber der Fall, dass unscharfe und in ihrer Dimension nicht genau bestimmbare Situationen vorliegen: Dann ist die Arbeit nicht mit ein paar Federstrichen getan ...
Wie bei internen Mitarbeitern ist auch in meinem Fall ein vollwertiger Ersatz kaum zu stellen, wenn ein Ausfall unerwartet passiert. Wenn die Arbeiten zeitkritisch sind und eine gewisse Redundanz beim Kunden auch budgetär vertretbar ist, binde ich von Anfang an eine zweite Person als "Back-up" ein. Das ist aber ein seltenes Szenario.
Wenn ein Problem erkannt ist und die Vermutung besteht, dass ein Externer helfen kann bzw. muss: dann so bald wie möglich. Eine späte Einschaltung verursacht Opportunitätskosten (eigener Ärger, fehlgeschlagene Lösungsversuche, Irritationen nach außen ...), meist auch höhere Kosten in der Problemlösung, weil gleich beim Start der Zusammenarbeit mit Hau-Ruck-Aktionen und Nachtschichten begonnen werden muss.
Projektreferenzen sind ein besonderes Thema: Eine Auflistung von Firmennamen und -logos hilft Ihnen bei der Meinungsbildung nicht weiter; eine genaue Angabe hingegen, für wen und woran und warum ich gearbeitet habe, widerspricht jeglicher Verschwiegenheitspflicht und Vertraulichkeit. Also wähle ich folgenden Weg: Nach dem ersten direkten Kontakt und der gemeinsamen Vermutung, dass eine Zusammenarbeit sinnvoll ist, liefere ich gerne anonymisierte, aber präzise Beschreibungen über relevante Projekte und meine Aufgabe dabei. Vor einen Vertragsschluss oder detaillierten Gesprächen sollen Sie natürlich Bescheid wissen, mit welchem Arbeitshintergrund ich in das jeweilige Projekt einsteige.
Ja. Was diese drei Bereiche hervorhebt, ist die eigene Managementerfahrung, die in vielen Situationen sehr wertvoll sein kann. Ähnlich einem Anwalt oder Steuerberater ist aber der Kern meiner Leistungen nicht primär von der Branche abhängig. Es geht um methodisches Umsetzungswissen bei Projektentwicklungen, internen Veränderungen oder der Bewältigung von menschlichen Konflikten im Betrieb. Und wenn beim Erstgespräch erkennbar wird, dass ein sehr tiefes (technisches) Detailwissen über ein enges Fachthema Voraussetzung für die Problemlösung ist, dann würde ich von mir aus zurücktreten, um beiden Seiten Ärger und Irrwege zu sparen.